Die Ikone der Gottesmutter von Koseltschansk – Geschichte
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Die wundersame Kosel’schtschanskaja-Ikone der Gottesmutter – Geschichte, Bedeutung und dokumentierte Wunder
Die Kosel’schtschanskaja-Ikone der Gottesmutter, deren Gedenktag am 21. Februar begangen wird, ist eine der beliebtesten und wundertätigsten Ikonen der orthodoxen Welt. Ihre Bekanntheit verbreitete sich nach einer bemerkenswerten Heilung, die die Gesellschaft erschütterte und selbst angesehene europäische Ärzte beeindruckte. Dieses heilige Bild wurde als Quelle göttlicher Gnade bekannt, die unzähligen Menschen Trost, Heilung und Hoffnung bringt.
Herkunft der Ikone
Die Kosel’schtschanskaja-Ikone gehörte Graf Wladimir Iwanowitsch Kapnist und wurde auf seinem Gut im Dorf Kosel’schtschyna aufbewahrt. Die Ikone ist alt, wunderschön und für ihre markante Beschriftung im italienischen Stil sowie ihren sanften Ausdruck bekannt. Die friedvollen Gesichter der Gottesmutter und des Christuskindes strahlen Trost und Zärtlichkeit aus.
Der Überlieferung zufolge gelangte die Ikone durch die Ehefrau von Siromach in die Familie Kapnist. Siromach war ein Schreiber des Saporoscher Kosakenheers und spielte eine wichtige Rolle bei der Eingliederung Kleinrusslands in das Russische Reich.
Die wundersame Heilung von Maria Kapnist (1881)
Die Tochter des Grafen Kapnist, Maria Wladimirowna, erlitt nach einem Sturz eine schwere Verletzung, durch die sich ihr Fuß verdrehte. Mit der Zeit verschlimmerte sich ihr Zustand:
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ihre Schultergelenke kugelten sich wiederholt aus,
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ihre Hüfte war nach außen gedreht,
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sie litt unter extremen Schmerzen,
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und die bekanntesten Chirurgen und Neurologen konnten ihr nicht helfen.
Trotz der Konsultation führender europäischer Spezialisten blieb ihr Zustand hoffnungslos. In ihrer Verzweiflung vertraute die Familie auf die Fürsprache der Gottesmutter.
Der Wendepunkt
Am 21. Februar 1881 erhielt der Graf ein Telegramm, dass der lang erwartete Arzt in Moskau eingetroffen sei. Am nächsten Morgen bereitete sich die Gräfin auf die Reise vor und bat ihre Tochter, die Metall-Riza der Familienikone zu polieren – eine alte Tradition, die von den Frauen ihres Haushalts gepflegt wurde.
Maria, die jede Hoffnung auf eine Heilung durch die Medizin verloren hatte, umarmte die Ikone unter Tränen und betete inbrünstig, wobei sie der Gottesmutter all ihr Leid anvertraute.
Das Wunder geschieht
Während sie die Ikone hielt, spürte sie plötzlich, wie Kraft in ihre Glieder strömte.
Ihr Schrei war im ganzen Haus zu hören:
„Mama! Mama! Ich kann meine Beine fühlen! Ich kann meine Hände fühlen!“
Bevor sie jemand aufhalten konnte, entfernte sie:
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ihre Verbände,
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die schwere Metallverkleidung der Ikone (acht Pfund schwer),
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und richtete sich auf – vollständig geheilt.
Zeugen, darunter mehrere Gäste, liefen in das Zimmer und sahen die einst gelähmte junge Frau normal gehen. Sofort wurde ein Dank-Moleben gefeiert.
Bestätigung durch renommierte Ärzte
Trotz des unbestreitbaren Wunders bestand die Gräfin darauf, ihre Reise nach Moskau fortzusetzen. Dort wurde das Mädchen von führenden Spezialisten untersucht, darunter der berühmte Neurologe Jean-Martin Charcot.
Charcot bemerkte, dass er ohne die zuverlässigen Aussagen der Moskauer Professoren den Fall für unmöglich gehalten hätte.
Das Gerücht über das Wunder verbreitete sich rasch, und Menschenmengen strömten herbei, um die Ikone zu verehren.
Zunehmende Verehrung und dokumentierte Wunder
Nachdem die Familie auf ihr Gut zurückgekehrt war:
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Ein blindes Mädchen kam, nachdem es im Traum gesehen hatte, dass die Gottesmutter ihm geboten hatte, die Ikone aufzusuchen. Nachdem es davor gebetet hatte, erlangte es sein Augenlicht zurück.
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Es wurden so viele Wunder dokumentiert, dass eine Sonderkommission aus Poltawa einundzwanzig davon untersuchte.
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Ein Junge wurde direkt in Gegenwart der Kommission geheilt.
Grundlagen der Gemeinschaft
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1882 – im Garten des Grafen wurden zunächst eine Kapelle und später eine Kirche errichtet.
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1885 – eine Frauengemeinschaft mit Krankenhaus, Schule und Waisenhaus wurde eröffnet.
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1891 – die Gemeinschaft wurde zu einem der Geburt der Gottesgebärerin geweihten Frauenkloster.
Symbolik der Koselschtschanskaja-Ikone
Das Christuskind sitzt auf dem Schoß der Gottesmutter und hält ein Kreuz, das sein erlösendes Opfer vorwegnimmt.
Eine Schale und ein Löffel stehen auf dem Tisch – Symbole für die Freude, die die Gottesmutter der Welt bringt, als Anklang an den Akathistos:
„Freue dich, o Kelch, der Freude hervorbringt.“
Die Ikone wurde besonders von jungen Frauen verehrt, die Folgendes suchten:
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Heilung,
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Schutz,
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Führung,
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und Fürsprache in Familienangelegenheiten.
Spätere Geschichte der Ikone
Nach der bolschewistischen Zerstörung von 1918 und der anschließenden Schließung religiöser Einrichtungen:
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Die Ikone wurde durch mehrere geheime Orte gebracht, darunter Obitok und Kobeljaky.
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Von 1941 bis 1949 kehrte sie vorübergehend in das Kloster Koselschtschyna zurück.
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Ab 1961 wurde sie von ehemaligen Nonnen in Kyjiw aufbewahrt.
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Am 23. Februar 1993 wurde sie nach Jahrzehnten des Exils feierlich nach Koselschtschyna zurückgebracht.
Bis heute ist sie eine der am meisten verehrten Ikonen, bekannt für wundersame Heilungen und kraftvolle Fürsprache.
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